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Wir freuen uns über dein Interesse am Auroville-Projekt !

Du findest auf diesen Seiten Informationen zu Auroville, zum Verein "Auroville International Deutschland" und zum Schwesterverein "Verein zur Förderung der Auroville-Region" (VFAVR).

Wir laden dich ein, mit uns in Kontakt zu treten.

info@auroville.de

 

 

Zyklon in Auroville - dringende Hilfe erbeten

 

Liebe Auroville-Freundinnen und -Freunde,
 
Am 30. Dezember 2011 verwüstete der Zyklon „Thane“ mit schweren Regenfällen, 1,5 Meter hohen Flutwellen und Windgeschwindigkeiten von bis zu 135 km/h Auroville und die umliegenden Dörfer. Tausende von Bäumen wurden entwurzelt, Häuser, Schulen, Büros Unternehmen und öffentliche Gebäude trugen schwere Schäden davon, ehemalige Wege und Straßen sind kaum noch wiederzuerkennen oder gar verschwunden, die Infrastruktur (unter anderem Strom- und Wasserleitungen) wurde weitgehend zerstört. 
Das Matrimandir selbst wurde nicht beschädigt, einige Zweige des Banyan-Baumes sind jedoch abgebrochen und in den Matrimandir-Gärten sind viele Bäume umgestürzt. Der Garten von Savitri Bhavan, das Besucherzentrum und Bharat Nivas wurden ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen. Allerdings gibt es dort keine Schäden an Gebäuden.
  

In Sadhana Forest und Sve Dam wurden alle Keet-Häuser vollkommen zerstört. In der neuen Luminosity Community verstreute der Wind die Fensterläden des neuen Gebäudes in der ganzen Umgebung. Die Glasscheiben waren der vollen Wucht des Wirbelsturms ausgeliefert, viele zerbrachen dabei.


In Samasti, Grace und Surrender fielen fast alle hübschen Zierbäume um. In Madhuca flog das Ziegeldach eines der Häuser davon. In Certitude entkam ein Paar nur knapp dem sicheren Tod. Sie hatten ihr Haus verlassen nur wenige Minuten, bevor ein Baum darauf stützte, wobei ein Hauptast in ihrem Bett einschlug. In den Strand-Communities scheinen die Natur- und Gebäudeschäden sogar größer zu sein als nach dem Tsunami 2004.

Die Auroville Landwirtschaft wurde sehr in Mitleidenschaft gezogen. Ein Farmer beklagt, dass die Arbeit von 40 Jahren durch entwurzelte Obstbäume vernichtet wurde, die neuen Kulturen sind schwer beschädigt. In den Wäldern von Auroville sind mehr als 70% der Bäume umgestürzt.
 
Auch die Gewerbebereiche sind betroffen. In das Büro von Upasana schlug ein Baum mit voller Wucht ein. Das Auromodèle Atelier wurde knapp verschont, als ein Baum unmittelbar vor den Eingangsbereich stürzte.
 
In den Dörfern rund um Auroville sind die Schäden nicht geringer. Die Landschaft, deren Gestaltung sich Auroville über die letzten 40 Jahre mit großer Mühe widmete, wurde entstellt und verstümmelt. 
Am Abend jenes Tages, als der Sturm nachließ, konnte man viele Aurovilianer dabei sehen, wie sie versuchten, auf den durch umgestürzte Bäume und Schutt bedeckten Straßen ihren Weg zu finden. „Ich habe mich verirrt“, sagte eine, die schon länger Aurovilianerin ist, über ihren Versuch, von der Surrender- zur Dana-Community zu gelangen. „Die Straße war verschwunden.“

Am 31. Dezember begannen die Räumungsarbeiten der Hauptstraßen und eine erste Bestandsaufnahme der Schäden. Die Community Certitude wurde schwer getroffen. Die meisten der Eucalyptusbäume, die die Eingangsstraße säumten, sind umgefallen. Der Klang der Motorsägen war in ganz Auroville zu hören. Viele junge Aurovilianer und andere räumten die wichtigsten Straßen und Wege. Da die Kettensägen knapp wurden, konnte man die Bewohner sehen, wie sie mit gewöhnlichen Sägen und Äxten versuchten, die Eingänge und die Verbindungswege innerhalb ihrer Gemeinschaften freizulegen. Der bekannte Eucalyptusbaum-Hain gegenüber der Wende zu Samasti existiert nicht mehr. Einige der Aurovillaner, die im Grüngürtel leben, mussten sich buchstäblich ihren Weg aus dem Wald frei hacken.
 

Erste Maßnahmen
 
Die erste große Herausforderung für die Community nach Feststellung der Schäden und Beseitigung der größten Hindernisse durch umgestürzte Bäume war die Wiederherstellung der notwendigsten Grundversorgung und Infrastruktur. Die Stromversorgung war fast vollständig zusammengebrochen. Bäume und Äste mussten aus den Stromleitungen entfernt werden, und nach inzwischen fast vier Wochen ist es unter großem Einsatz gelungen, 90% der Stromversorgung in Auroville und den umliegenden Dörfern wiederherzustellen. Glücklicherweise waren die solarbetriebenen Häuser und Gebäude weiterhin funktions-tüchtig, so dass dort in den ersten Tagen Mobiltelefone, Notleuchten und Laptops aufgeladen und damit die Kommunikation aufrecht erhalten werden konnte.
Ein weiteres Problem war die Wasserversorgung. Ohne Elektrizität liefen die Wassertanks leer, so dass Freiwillige mit verschiedenen Generatoren durch die Communities und umliegenden Dörfer zogen, um die Speicher wieder aufzufüllen. Schäden an Häusern und Gebäuden – insgesamt sind etwa 200 Häuser betroffen - konnten in dieser Phase nur in ausgesprochenen Notfällen repariert werden.
 
Nächste Schritte
 
·        Die aktuell dringendste Arbeit ist die Beseitigung von Baumresten, da die Feuergefahr stark zugenommen hat. Dazu wird jedoch zum Teil schweres Gerät benötigt, das aus finanziellen Gründen zur Zeit noch nicht in ausreichendem Maße zur Verfügung steht.
·        Darüber hinaus steht die Umsiedlung der Aurovilianer an, die derzeit in schwer beschädigten und einsturzgefährdeten Häusern leben. Auch einige öffentliche Gebäude bedürfen dringender Reparaturarbeiten.
·        Zwar wurde die Elektrizitätsversorgung notdürftig wiederhergestellt, doch die in großer Eile und oft mit viel Improvisationsgeist ausgeführten Reparaturen bedürfen nun professioneller Nacharbeit, um den notwendigen Sicherheitsstandards zu genügen.
·        Durch den Verlust von insgesamt etwa 670.000 Bäumen ist das wirtschaftliche Überleben einiger Communities, die auf Holzwirtschaft angewiesen sind, gefährdet. Auch hier müssen recht kurzfristig Lösungen gefunden werden.
·        Der Verlust der Auroville-Farmen beträgt allein an Pflanzungen mehr als 80.000 Euro, auch die Infrastruktur der Farmen hat erhebliche Schäden davon getragen. Hier müssen möglichst kurzfristig Mittel investiert werden, um die Landwirtschaft wieder in Gang zu bringen.
·        Die sekundäre Infrastruktur, wie z.B. Zäune, Verkehrswege, Straßenlaternen muss wiederhergerichtet werden.
 
(Stand 26. Januar 2012)
 
 
Bitte um Unterstützung...
 
Die aktuellen Schätzungen aus Auroville gehen davon aus, dass in den nächsten zwölf Monaten etwa 800.000 Euro als Soforthilfe benötigt werden, die Kosten für den langfristigen Wiederaufbau werden nach gegenwärtigen Schätzungen bei über 2 Millionen Euro liegen.
 
Die Auroville Gemeinschaft bittet ihre Freundinnen, Freunde und Wohlgesonnenen um finanzielle Hilfe in dieser sehr ernsten Krise.
 
Schecks mit dem Stichwort Auroville Cyclone Relief können gesendet werden an:
Auroville Unity Fund, Townhall, Auroville 605101, Tamil Nadu, Indien
 
In Deutschland können finanzielle Beiträge zum Wiederaufbau der zerstörten Natur und Infrastruktur gegen Spendenbescheinigung auf folgendes Konto eingezahlt werden (bitte Spendenanschrift auf dem Überweisungsträger angeben oder per E-Mail an georg (at) auroville (dot) de schicken):
 
Auroville International Deutschland e.V.
GLS Gemeinschaftsbank
Konto: 8019 389 200
BLZ: 430 609 67
Kennwort: Soforthilfe Wiederaufbau
 
(IBAN: DE16430609678019389200)
(BIC: GENODEM1GLS)
 
 
Jeder noch so kleine Beitrag und jedes noch so kleine Zeichen der Solidarität hilft!
Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an 
 
Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an cyclonehelp@auroville.org 
 
Einen kurzen Film über die Aufräumarbeiten findet man unter folgendem Link: www.youtube.com/watch
 
 
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